Eine Reise durch Österreichs barocke Vergangenheit

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baroque-441965_960_720Die Zeit des Barocks gilt als Blüte der Architektur in Österreich. Gebäude im ganzen Land sind heute noch Zeuge dieser Zeit. Auch wir sind immer wieder beeindruckt von der Größe und Schönheit der Anlagen. Es gibt immer noch fast 100 erhaltene Bauten aus der Barockzeit. Wir wollen in diesem Artikel einige ausgewählte Bauten vorstellen.

Der Salzburger Dom stammt aus der frühen Barockzeit und der erste Bau datiert auf das Jahr 774. Allerdings brannte der Dom 1167 ab, wurde wiederaufgebaut und brannte erneut ab. 1614 fand die Grundsteinlegung des Neubaus statt, wie wir ihn heute kennen. Als Baumeister gilt Santino Solari. Ebenfalls noch in die Zeit des Barock fällt das Schloss Schönbrunn. Eigentlich wollte Leopold I. mit seinem Schloss Versailles übertreffen, doch dafür fehlte das Geld und es musste ein kleinerer Bau her, der aber immer noch pompös daherkommt. Johann Bernhard Fischer plante die Anlage und beaufsichtiget die Bauarbeiten. Im Jahr 1700 konnte das Schloss bezogen werden. Es diente unter anderem als Sommersitz von Maria Theresias und später das Kaiserfamilie.

Der Stift Sankt Florian ist ein Bauwerk des Hochbarocks. Der monumentale Saalraum wird durch die Seitenkapellen und Emporen, die hohe Kuppel und das Presbyterium mit Apsis rhythmisch gegliedert. Alle Raumteile sind eingewölbt. Den Mittelteil des Südtrakts bildet der prachtvolle Marmorsaal, den der Tiroler Jakob Prandtauer ab 1718 erbaute. Als räumlicher Gegenpol zur Stiftsbasilika verkörpert er die weltliche Macht. Die Sockelverkleidung ist aus echtem Marmor. 1751 wurden Basilika und Kloster 66-jähriger Bauzeit eingeweiht.

Die Wiltener Basilika hingegen ist eines der wenigen Bauwerke des Rokoko, die noch erhalten sind. Pfarrer und Baumeister Franz de Paula Penz zeichnete für den Entwurf verantwortlich, der 1756 verwirklicht wurde.

Etwas abgelegen, aber architektonisch interessant ist die Pfarrkirche Matrei in Osttirol. Sie ist Zeuge des Übergangs vom Spätbarock zum Klassizismus. Baumeister Thomas Mayr verband barocke Elemente wie den Kuppelraum mit den frühklassizistischen Einflüssen wie das Langhaus. Vor allem die Außenfassade zeigt deutliche klassizistische Züge.