Historische Gebäude in Österreich, die Sie lieben werden

Wiener_Staatsoper“Die Hofburg sehen und sterben” könnte man in Abwandlung eines Sprichwortes sagen, das einst auf Neapel gemünzt war. Warum? Weil wir glauben, dass die Hofburg eines der beeindruckendsten Gebäude in Österreich ist und man es einfach gesehen haben muss. Ein Grund dafür ist, dass sie so alt ist – die Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ein weiterer Grund ist die historische Bedeutung: Seit Mitte des 16. Jahrhunderts regierten hier die Habsburger. Kaiser Ferdinand I. war derjenige der seine Residenz nach Wien verlegte. Weil der Gebäudekomplex immer wieder durch An- und Umbauten verändert wurde, ist ein Gang durch die Hofburg auch ein Gang durch die Kunstgeschichte Österreichs.

Wer vor dem Parlament in
Wien steht, wird zunächst denken, er sei in Italien oder Griechenland. Und das Gefühl ist gar nicht falsch: Das Gebäude ist ein berühmter Vertreter der neo-klassizistischen Bewegung, die an die Ideale der alten Griechen und Römer anknüpfen wollte. Theophil von Hansen hatte es entworfen, 1883 wurde es fertig gestellt. Es gibt übrigens auch eine tatsächliche griechische Verbindung: Auf die Gestaltung nahm Nikolaus Dumba, Sohn eine Griechen und ein Kunstmäzen, maßgeblich Einfluß.

Ebenfalls beeindruckend ist das Schloss Schönbrunn. Es wurde zwischen 1638 und 1643 für die Kaiserin Eleonora Gonzaga gebaut und war während des Ersten Weltkrieges die Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses. Damals wohnten hier hunderte Menschen, alles Angestellte des Kaiserpaares. Zu dem Gebäude gehört auch ein Park und der weltberühmte Tiergarten Schönbrunn.

Einer unserer architektonischen Favoriten ist der Stephansdom. Er wurde bereits 1365 erbaut und ist eines der bekanntesten gotischen Gebäude Österreichs. Das Bauwerk ist 107 Meter lang und 34 Meter breit. Es sind sogar noch Teile des Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert vorhanden. Der Dom war von so großer Bedeutung, dass lange Zeit keine Kirche in Österreich höher als der Dom gebaut werden durfte. Deshalb ist die Mariä-Empfängnis-Dom in Linz zwei Meter niedriger. Zum Wahrzeichen wurde vor allem der 136,4 Meter hohe Südturm des Doms.